mA-Jugend, Preagberg ist Hessenmeister

Eine Punkteteilung gegen Wallau genügte für die erste Meisterschaft in der Oberliga

Endlich ist es so weit. Seit Wochen sehnten wir uns dem entscheidenden Spiel entgegen. Wir hätten sogar das Spiel bei der HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim mit fünf Toren verlieren können, um unser Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen, erreichen zu können. Mit einem 23:23 ging eine 60-minütige Abwehrschlacht zu Ende, die an diesem Abend keinen Gewinner verdient hatte. Schon zu Beginn der Partie waren alle Tore hart umkämpft und unsere Topscorer wurden doppelt abgedeckt, so stand es nach 13 Minuten erst 3:3 und beide Torhüter waren zu diesem Zeitpunkt die Besten auf dem Platz. Die gut einhundert mitgereisten Zuschauer machten einen Höllenlärm, feuerten unser Team ununterbrochen an und versuchten unsere Jungs an deren Höchstleistung zu bringen. Manchmal tut Druck und Stress einem Spiel nicht gut und es häufen sich Fehler, nicht so in Hofheim, wo die Spiele des Gastgebers ausgetragen werden, hier wurde von beiden Mannschaften höchste Handballkunst geboten und auch alle Zuschauer mussten dafür schwitzen. Zur Pause konnten wir dann einen kleinen Vorsprung von 8:10 herausspielen. Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel dann noch etwas härter, so dass die Schiedsrichter die ein oder andere Zeitstrafe aussprechen mussten. Auffällig war, dass wir keinen 7m-Strafwurf gegen uns hatten, was unsere gute Deckungsarbeit unterstrich. Als wir dann, nach 52 Minuten, eine doppelte Zeitstrafe erhielten und im Vier gegen Sechs mit 22:20 zurücklagen, sah sich der Gastgeber schon etwas im Vorteil. Danach kam, wie so oft zum Schluss, unsere Stärke. Mit schnellem und geduldigem Angriffsspiel folgten drei Tore zum 22:23, doch es waren noch 90 Sekunden zu spielen. Beide Teams mussten nun abwägen, Risiko spielen oder auf Sicherheit gehen und mit einer Punkteteilung, erhobenen Hauptes, das Spiel beenden. Wir hatten beim 23:23 zwar noch einen Angriff, die Hand des Schiedsrichters war aber schon gehoben, ein Zeitspiel drohte und der Ball wurde vertändelt. Im Gegenangriff wurde der Gastgeber noch einmal gestört und es gab einen letzten Freiwurf. Alle Mann in den Block, Alle erwartete den Wurf aufs Tor, doch der Werfer von Wallau sprang beim Werfen ab und machte den von unserer Abwehr geblockten Wurf ungültig. Was danach geschah, kann man nicht besser inszenieren. Die Freude war überschwänglich, fremde Menschen fielen sich um den Hals, Eltern erkannten ihre Kinder nicht mehr und dem Trainerteam Ruppert und König verschlug es die Sprache. Als Neuling kam man in der Oberliga, in der man nur etwas mitspielen wollte, als Hessenmeister steht man nun da und sieht nun die Früchte seiner langen Trainerarbeit. Danke liebes Team, ihr seid großartig! Lange schall es in der Halle noch, "der Preagberg, er lebe hoch!"

Die Meisterschaft ist zwar erreicht, doch die Runde nicht beendet. Das nächste Spiel ist am So. 08.03.20 um 16:00 in Großkrotzenburg gegen die HSG Langen. Zu diesem Spiel konnten wir einen Hallensprecher gewinnen, der uns durch das Spielgeschehen leiten wird. Wer erst jetzt von unseren bereits errungenen Erfolgen erfahren hat und den Hessenmeister spielen sehen möchte, darf sich diese letzte Chance in Großkrotzenburg nicht nehmen lassen, die mA-Jugend spielen zu sehen.

Es spielten: Linus Krause (Tor), Jan Specht (Tor), Oliver Zarbock (Tor), Johann Adam (2), Moritz Brosi (2), Max Dehn (1), Moritz Elfert, Jo Gashi, Arne Hestermann (3), Dominik Hohenbrink, Peer Kreuzkam (1), Niklas Sagorski (4/3), Simon Schleiden (6), Julius Schmidt (1), Luca Specht (3), Paul Stober.