• Damen 1

Damen gelingt Revanche gegen HSG Hanau – 23:20 (8:13) Auswärtssieg

Am Samstag war man zu ungewohnter Uhrzeit (14 Uhr) zu Gast bei den „Thekenelfen“ der HSG Hanau. Das Hinspiel im vergangenen Jahr hatte man knapp mit 21:20 verloren. Bereits vor der Saison stand auf dem Zettel auf dem alle Saisonziele festgehalten wurden ein Sieg gegen die Damen der HSG Hanau. Dieses Saisonziel haben die Damen erfolgreich im zweiten Anlauf hinter sich gebracht.

Die Situation vor dem Spiel war klar. Für die HSG Hanau ging es darum auf einen Ausrutscher der HSG Dietzenbach zu hoffen um dann zur Stelle zu sein. Die Gäste hingegen, dass war bereits vor Anpfiff klar, würden im Titelkampf nicht mehr mitsprechen können, aber waren gewillt diese Partie trotz allem siegreich zu gestalten. Man hatte sich im Laufe der Trainingswoche einiges überlegt um die HSG Hanau zu überraschen. Unter anderem hatte man in der Abwehr ein, zwei neue Varianten einstudiert um vor allem die Toptorschützin der Liga Kristina Lorenz in den Griff zu bekommen. Jene hatte das Hinspiel fast alleine entschieden und fast fehlerfrei getroffen. Es war also alles angerichtet. Das einzige was fehlte war der angesetzte Unparteiische. Da aber an diesem Tag das Gespann Thon/Gesser der HSG Preagberg unter den Zuschauern saß und sich sofort bereit erklärte die Leitung der Partie zu übernehmen war dieses Problem schnell behoben. Eins vorweg die beiden haben einen super Job gemacht und auf den Ausgang dieser Partie mit Sicherheit keinen Einfluss genommen. Nun aber zum Spiel: Die Partie begann recht zäh. Nachdem die überragende Torfrau Christine Wostruha einen 7 Meterversuch der Hanauerin Lorenz vereiteln konnte dauerte es bis zur 5. Spielminute ehe Celine Born per Strafwurf den ersten Treffer der Partie erzielen konnte. Bis zum 3:3 blieb die Partie ausgeglichen, dann bekam zusehends Hanau Oberwasser. Im Angriff unterliefen den Preagbergerinnen nun einfache Fehler und das Spiel wirkte wenig druckvoll. In der Abwehr hatte man auch immer wieder Probleme mit dem Angriff der Gastgeberinnen. Es wirkte so als würde man alles alleine versuchen zu lösen und nicht im Verband. Einzig Torhüterin Wostruha war es zu verdanken dass der Rückstand bis zur Pause „nur“ 5 Tore betrug. Zum Ende der ersten Hälfte hatte man sich wieder stabilisiert und konnte annähernd wieder auf Augenhöhe agieren. Besonders die Einwechselung der A-Jugendlichen Johanna Schomburg sollte sich als wahrer Glücksgriff erweisen. Kaum eingewechselt erzielte die junge Spielerin in der 28. Spielminute mit einem sehenswerten Rückraumwurf das 8:13 aus Sicht der Gäste. In der Pause sah man eine leicht verunsicherte Mannschaft in der Kabine der HSG Preagberg, aber keine hängenden Köpfe!!! So wurde besprochen was gemacht werden muss um nochmals ins Spielgeschehen einzugreifen. Man merkte den Damen an das sie wahrlich nicht zufrieden waren mit der gezeigten Leistung. Dann begann die zweite Halbzeit, die unglaublich werden sollte. Johanna Schomburg konnte sofort mit einem ihrer 4 Treffer auf 9:13 verkürzen. Da betrug der Abstand immer noch 4 Treffer. Aber die Preagbergerinnen wollten mehr und so spielte man in Abwehr und Angriff von nun an wesentlich konsequenter und mit viel mehr Leidenschaft! Das Resultat – ein 8:0 Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte und man hatte aus einem 5 Tore Rückstand in der 41. Spielminute eine 3 Tore Führung gemacht! Erst dann gelang den“ Thekenelfen“ der erste Treffer in der zweiten Hälfte. Beim 18:17 aus Sicht der Gäste sah es so aus als hätte die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet. Aber durch einen Doppelschlag von Andrea Achtert und Kerstin Rahmel-Wurst zwang man den Gegner in der 53. Spielminute zu einem Timeout. Mit einem 3:1 Lauf stellten die Preagbergerinnen die Weichen endgültig auf Sieg. So stand es in der 58. Spielminute 23:18 für die HSG Preagberg und die Frage nachdem Sieger war bereits beantwortet! Am Ende stand ein absolut verdienter Auswärtssieg zu Buche der aufgrund der unglaublichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte auch vollkommen in Ordnung geht!

Fazit von HSG Coach Torsten Weber:
Wahnsinn was wir hier heute erlebt haben. Meine Mannschaft hat über 20 Minuten gebraucht um in die Partie zu finden. Zu Beginn haben wir nicht gut gedeckt und vorne zu druck los agiert. Was dann aus der Kabine kam war eine ganz andere Mannschaft, als Team haben sich alle geholfen und so eine wahnsinnige Aufholjagd gestartet. Jede einzelne hat ihren Teil dazu beigetragen. Zwei Spielerinnen möchte ich heute aber trotzdem herausheben. Christine Wostruha hat einen unglaublich guten Tag im Tor erwischt 4 gehaltene Strafwürfe sowie weitere zahlreiche Paraden haben der Mannschaft einen enormen Rückhalt gegeben. Tja und die andere ist ganz klar Johanna Schomburg. 4 Tore inmitten der so wichtigen Aufholjagd, darunter ein selbst raus gefischter Gegenstoß sprechen ihr eigene Sprache! Sie hat ihre positive Entwicklung wieder ein Stück voran gebracht, es macht mir momentan so viel Spaß ihr beim Spielen zuzuschauen! Am Ende muss ich meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen! Sich so reinzukämpfen in eine Partie und diese noch zu drehen spiegelt aber zu 100 % den Charakter dieser Mannschaft wieder!!!! Am kommenden Wochenende kommt es zum letzen Heimspiel der Saison um 19:45 Uhr ist Anpfiff in der Sporthalle der Geschwister Scholl Schule in Großkrotzenburg. Die Mannschaft sowie die Trainer würden sich freuen noch einmal vor gut besuchter Halle auflaufen zu können um im Anschluss bei der Saisonabschlussfeier mit allen nochmal auf die tolle Runde anzustoßen. Gegner wird die FSG Seligenstadt / Zellhausen sein.

Es spielten:
Im Tor: Christine Wostruha
Im Feld: Jacqueline Suske (1); Christine Ullrich (1); Mara Lindner; Janina Rupp (2); Katrin Müller; Celine Born (8/5); Kerstin Rahmel-Wurst (2); Tina Glückschalt (1); Andrea Achtert (1); Johanna Schomburg (4); Laura Kriegel (3)