• Herren 1

Unglücklicher Rückrundenstart der Männer I in Dietzenbach

Mit einem 27:28 bei der HSG Dietzenbach starten die angeschlagenen Männer I der HSG Preagberg schlecht in die Rückrunde der Saison. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz fällt man dadurch auf den 5. Tabellenplatz ab.

Die Vorzeichen für die Auswärtspartei bei der Reserve der HSG Dietzenbach waren denkbar schlecht. Mit Marko Simowsky, Bence Steiner, Arno Samar, Michel Reisert und Majo Hehn fehlten im Vergleich zum Hinspiel fünf wichtige Akteure aus Preagberg beim Rückspiel. Dazu waren die Spieler Krischke und Seibert extrem von Erkältungsbeschwerden geplagt und konnten nicht auf ihre volle Leistungsfähigkeit zurückgreifen. Dazu war man gewarnt, der Gegner aus Dietzenbach hatte mit guten Ergebnissen zum Ende der Hinrunde schon auf sich aufmerksam gemacht. Es war vor dem Spiel also schon klar dass es nicht das "leichte Spiel" aus der Hinrunde werden würde. Um den Ausfällen zu begegnen wurde mit Thomas Spielvogel und Andre Seegräber Unterstützung von den Männer II der HSG Preagberg nach oben gezogen.

Das Spiel gestaltete sich von Beginn an als enger Kampf um jedes Tor für die HSG Preagberg. Anfangs wechselte die Führung häufig, mehr als eine 2-Tore-Führung konnte sich aber kein Team dabei herausspielen. Während die Preagberger, durch die offensive 3:2:1 Abwehr der Dietzenbacher weit zurückgedrängt, deutlich mehr für ihre Torchancen arbeiten musste, konnten die Dietzenbacher leider allzu oft über Tempospiel und schnelle Mitte den einfacheren Weg zum Erfolg finden. Die in der Hinrunde so sattelfeste Abwehr der HSG Preagberg lies eigentlich nicht allzu viele spielerische Elemente beim Gegner zu, im 1:1, gerade auf der Halblinken Abwehrseite, war man aber zu oft nicht auf der Höhe und musste dem Gegner den Vortritt lassen. Der Großteil der Dietzenbacher Tore vielen allerdings durch die beschriebenen Gegenstöße und über die Außen. Hier konnte man einen der entscheidenden Unterschiede beider Teams an diesem Tag feststellen. Gerade bei den Würfen von Außen sah das Preagberer Torhütergespann an diesem Tag nicht gut aus. Im Gegensatz dazu der Dietzenbacher Torhüter Nath, der mit zahlreichen Paraden das Leben der Preagberger schwer machte.

Im Angriff kam man trotz der massiven Störung durch die Abwehr aus Dietzenbach und des doch recht statischen Spiels zu Torchancen. Leider war die Ausbeute nicht so effektiv an diesem Tag wie die des Gegners. Bis auf Rechtsaußen Björn Thon reihte sich jeder der Preagberger Feldspieler in die Fehlschusstabelle ein. Mit 4 vergebenen Strafwürfen zeigte man auch eine bis dato in Vergessenheit geratene Abschlussschwäche von der 7m-Linie.

Wie es an solchen Tagen dann auch noch so ist, wenn man schon kein Glück im Abschluss hat kommt auch noch Pech dazu. Alleine 4 Innenpfostentreffer in den letzten 15 Minuten brachten die Schützen zur Verzweiflung. Pfostentreffer die dann direkt zum Gegenstoß des Gegners und damit zu einfachen Gegentreffern führten, waren dann noch das negative Sahnehäubchen. Dennoch kann man der Mannschaft nicht den Vorwurf machen nicht gekämpft zu haben. Trotz der vielen Rückschläge blieb die Moral immer oben und man versuchte 60 Min. über den Kampf im Spiel zu bleiben. Trotz der vielen Unzulänglichkeiten hätte es auch fast geklappt etwas zählbares mitzunehmen. Wenn sich am Ende das bis dato ungewohnt unauffällige Schiedsrichtergespann nicht in Widersprüchen verstrickt hätte. Leider wurde der mit dem Abpfiff gegebenen Strafwurf (klare Abwehr durch den Kreis) wieder zurückgenommen und auf direkten Freistoß "korrigiert". Dieser konnte nicht verwandelt werden und so muss man am Ende den vielen vorher verpassten Torchancen hinterhertrauern.  

Am Ende stehen in Summe 29 technische Fehler und Fehlwürfe auf der Statistiktafel, wobei die Zahl der Fehlwürfe in der deutlichen Mehrheit ist. Ein Wert mit dem es schwer wird ein Spiel zu gewinnen. Neben der guten moralischen Einstellung des Teams kann man ansonsten lediglich die Spieler Seegräber und Thon herausheben. Björn Thon war der einzige Spieler der sich vom Routinier Nath im gegnerischen Tor nicht hat verrückt machen lassen, Andre Seegräber gab mit 4 Toren in seinem ersten ernst zu nehmenden Debüt bei den Männern 1 ebenso einen guten Eindruck ab.

Es spielten: Tor: P.Seibert (8 Paraden); T.Spielvogel (4 Paraden)

Feld: S.Pulter (2 Tore), H.Krischke (2 Tore (0/2)), S.Möhwald (10 Tore (4/6)), B.Thon (5 Tore), A.Seegräber (4 Tore), A.Pitterling (2 Tore), F.Wegner (1 Tor), M.Standfest (1 Tor), P. Ickstadt, P. Adam 

 

Durch diese Niederlage und die Ergebnisse der Konkurrenz ist man nun auf Platz 5 abgerutscht. Die Gelegenheit Dietzenbach auf Distanz zu halten konnte nicht genutzt werden, stattdessen ist die obere Tabellenhälfte mit diesem Ergebnis noch enger zusammengerutscht. Tabellenplatz 2 bis 6 trennen nur 3 Punkte. Der Kampf um die Vizemeisterschaft verspricht also noch sehr spannend zu werden. Ob die Männer der HSG Preagberg noch weiter Teil dieses Kampfes bleiben hängt von den kommenden Wochen ab. Mit dem TV Bad Orb kommt ein äußerst unangenehmer Gegner am 21.01. in die Preagburg nach Großkrotzenburg. Der TV Bad Orb hat, ähnlich wie die HSG Dietzenbach II, das Ende der Hinrunde genutzt um mit guten Ergebnissen und Siegen endgültig in der A-Klasse anzukommen. Die HSG muss schauen dass die vielen krankheitsbedingten Ausfälle im Laufe der Woche zurück ins Team finden um mit voller Kraft die ersten Punkte in 2017 einzufahren.