• Herren 1

HSG Preagberg ist zurück auf den Aufstiegsplätzen

Durch einen hohen Auswärtssieg bei der 4. Mannschaft der HSG Hanau ist man nun auf dem 2. Tabellenplatz der Bezirksklasse A, welcher am Ende der Saison zum Aufstieg in die Bezirksoberliga berechtigen würde. Die 1. Herren der Preagberger profitieren dabei u.a. von den knappen Niederlagen der Konkurrenten Seligenstadt und Langenselbold, die allerdings gegen den weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer aus Götzenhain antreten mussten.

Das war es dann aber schon fast, was es an Positivem zu berichten gibt. Denn anders als es das Endergebnis von 17:28 vermuten lässt, machte man kein gutes Spiel gg die Hanauer. Die Gastgeber konnten lediglich 6 Feldspieler und einen Schlussmann aufbieten. Auf Seiten der Preagberger musste man auf Regisseur und 7-Meter-Schütze Sascha Möhwald verzichten, der wegen Schulterproblemen eine Pause einlegen musste. Zu Beginn zog man gleich mal mit 0:3 davon, konnte sich aber trotz Überlegenheit beim Zwischenstand von 4:6 noch nicht so richtig absetzen. Abwehr und Torhüter präsentierten sich noch nicht in Topform. Zu leicht machte man es in der Anfangsphase dem Gegner, sich in Wurfposition zu bringen. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit stabilisierte man sich jedoch in der Abwehr, ging etwas energischer zur Sache und attackierte den Gegner rechtzeitig, so dass beim Zwischenstand von 5:12 das Spiel in der 20. Minute eigentlich entschieden war. Dies nahm Trainer Lars Jung zum Anlass durchzuwechseln und das ein oder andere auszuprobieren. Fortan kam man aber nicht mehr so recht in die Gänge und irgendwie war das Angriffsspiel danach etwas zerfahrener und weniger flüssig. Man hatte ein wenig seinen Rhythmus verloren und fand ihn auch bis zum Ende der Partie nicht wieder. Wie auch schon beim letzten Spiel gg Bad Orb konnte man die Tempogegenstöße wegen teils unsauberer Pässe nicht zu Ende spielen und wieder einmal legte man eine schwache Chancenverwertung an den Tag. Ca. 15 freistehende Chancen vergab man. Dass nicht jede freie Einwurfmöglichkeit reingehen muss, ist klar, aber es waren dann doch 5 – 10 zu viel. Gegen diese Hanauer Mannschaft muss man 30+ Tore werfen, das weiß man selbst und dafür darf es auch keine Ausreden geben. Im Angriff überzeugten lediglich die beiden Linksaußen Henrik Krischke und Philipp Ickstadt mit makelloser Wurfquote und Kreisläufer Marc Standfest mit 5 Toren in der 1. Halbzeit. Auch die Abwehr inkl. Torhüter Peter Seibert standen gut. Etwa ein Drittel der 9 Gegentore in der 2. Halbzeit waren nicht korrekt, da der Linkshalbe der Gastgeber dabei so viele Schritte machte, dass es für zweimal Schrittfehler reichte. Aber gut, schlussendlich ist das zweitrangig und vernachlässigbar. Am Ende bleibt die über weite Teile schwache Vorwärtsbewegung und Chancenverwertung bestehen, an der man weiter arbeiten muss, wenn man weiterhin oben mitspielen will. Der größte Wermutstropfen ist ganz klar, dass Rückraumspieler Steffen Krischke, der wegen der langfristigen Verletzung von Bence Steiner und der hoffentlich nicht so langfristigen Verletzung von Sascha Möhwald von der 2. in die 1. Mannschaft gerückt ist, wegen Mittelhandbruch höchstwahrscheinlich für den Rest der Saison ausfällt. Die Rückraumspieler der Preagberger werden immer weniger. Man wird noch enger zusammenrücken müssen, wenn man die Ausfälle kompensieren will.

 

Für die Preagberger spielten (Tore/davon 7m): Henrik Krischke 3, Philipp Ickstadt 3, Michel Reisert 3, Steffen Krischke 1, André Seegräber 4, Simon Pulter, Arne Pitterling 3, Björn Thon 4, Philipp Adam 2, Marc Standfest 5, Frank Wegner, Marko Simowsky, Peter Seibert