Niederlage vor Mega Kulisse im Spitzenspiel


Torsten Weber

Damen verlieren Spitzenspiel vor überragender Kulisse mit 21:22 (8:13)

 

Es hat leider nicht gereicht am späten Sonntagabend gegen die Damen der HSG Hanau mussten die Preagbergerinnen die erste Heimniederlage der Saison einstecken. Es war alles angerichtet am Sonntagabend. Die Halle war super gefüllt und auf den Rängen der heimischen Fans sah und hörte man vor allem zahlreiche Trommeln und weitere Krachmacher!

Das Spiel begann und Hanau erwischte den besseren Start. Nach einem Doppelschlag der Hanauerin Lorenz führten die Gäste. Die Heimmannschaft, angepeitscht von den Zuschauern, lies sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und kam durch einen Siebenmeter von Celine Born zum 2:1 Anschlusstreffer. Bis zum 3:3 waren auf lediglich 2 Spielerinnen am Tore werfen beteiligt, auf Hanauer Seite Kristina Lorenz und auf der Seite der Heimmannschaft Celine Born. Beide sollten am Ende die jeweils besten Torschützinnen der Partie sein. Beim 5:4 durch Kerstin Rahmel-Wurst konnte man erstmals in Führung gehen. Beim 6:6 vergab man einen Strafwurf und Hanau legte durch Fritz wieder ein Treffer vor. Dies zwang die Preagbergerinnen zu einem Timeout. Keine 30 Sekunden später war durch einen Treffer von Janina Rupp wieder alles auf Gleichstand gestellt (7:7). Hanau hatte nun deutliche Vorteile und setzte sich auf 8:11 ab (24. Spielminute). Dann kam das denkbar ungünstigste, innerhalb von 50 Sekunden bekam die Heimmannschaft 2 Zeitstrafen aufgebrummt und musste so 4:6 spielen. Allerdings überstand man diese Unterzahlphase im Prinzip gut und musste lediglich 2 Treffer hinnehmen. Leider gelang der immer wieder vom Heimpublikum fantastisch unterstützten Preagberger Mannschaft kein Treffer mehr und so ging es mit einem 5 Tore Rückstand in die Halbzeit (8:13).

5 Tore waren in einer doch recht Tor armen Partie erstmal ein deutliches Zeichen. Aber wer glaubte die Preagbergerinnen würden den Kopf in den Sand stecken der hatte sich getäuscht! Als die Mädels aus der Kabine kamen sah man in ihren Augen das sie gewillt waren nochmals alles in die Waagschale zu werfen um die Partie doch noch erfolgreich zu gestalten. In der 41. Spielminute waren es immer noch 5 Tore für Hanau (13:18). Durch einen 3:0 Lauf der Heimmannschaft war man beim 16:18 wieder in Schlagweite. Nachdem auf Seiten der Hanauerinnen Lorenz mit einem Siebenmeter scheiterte, man selbst einen vergab, schaffte Celine Born nach Ballgewinn den Anschlusstreffer zum 18:19. Alles war wieder offen und die Zuschauer ließen beinahe die Halle beben. Nachdem Hanau durch Rückert auf 2 Tore erhöhte und man auf Seiten der Heimmannschaft einen Strafwurf aus lies bei gespielten 55:17, profitierte man von einer Zeitstrafe gegen Isabell Burkhard. Zum folgerichtigen Strafwurf trat nun Co-Captain Jacqueline Suske an. Nervenstark versenkte sie den Ball zum 19:20 im gegnerischen Kasten. Die Gäste nahmen ihre Auszeit. Der darauffolgende Angriff der Hanauerinnen konnte nur durch ein Foul gestoppt werden und so konnte Lorenz per Strafwurf auf 19:21 erhöhen bei gespielten 57:25. Exakt 27 Sekunden darauf stand wieder einen 7 Meter Treffer von Suske auf der Anzeigetafel und somit beim 20:21 wieder alles offen. Erneut Lorenz konnte mit dem letzten Hanauer Treffer des Abends auf 20:22 erhöhen. Aber die Heimmannschaft steckte nicht auf und kam kurz darauf durch Rahmel-Wurst zum viel umjubelten Anschlusstreffer zum 21.22. Die Gäste suchten ihr Heil jetzt mit Einzelaktionen von Lorenz, die jetzt ihr Glück über Außen suchte aber mit ihrem letzten Wurf scheiterte. Jetzt wurde es wild. Die beiden Gästetrainer waren nun voll in Rage und konnten nicht glauben, dass es nach Lorenz‘ Wurfversuch nicht zum Strafwurfpfiff kam. Der sehr starke Unparteiische Stewen hatte aber nicht gepfiffen. Die Bank der Gäste bekam eine Zeitstrafe zugesprochen (59:24 gespielt). Die Heimmannschaft war in Ballbesitz und wollte unbedingt den verdienten Punkt eintüten. Hier verpasste es aber Coach Weber durch legen seiner grünen Karte seiner Mannschaft nochmals die letzten Anweisungen mit auf den Weg zu geben. Der Ball wurde verloren im Angriff zwar auch nicht ohne Gegnereinwirkung, aber eben verloren. Die Gäste spielten das natürlich geduldig runter und konnten so nach einer dramatischen Schlussphase jubeln!

Das Heimpublikum allerdings bewies ein feines Gespür durch feierte die Heimmannschaft mit stehenden Ovationen. Im Lager der Heimmannschaft sah man natürlich viele hängende Köpfe nach der unglücklichen Niederlage.

HSG Coach Weber nachdem Spiel:

Leider stehen wir heute mit leeren Händen da. Ich denke nachdem Spielverlauf wäre ein Punkt mehr als gerecht gewesen. Wenn man sich das Spiel betrachtet war die zweite Hälfte der ersten Halbzeit unser Problem. Durch die doppelte Unterzahl und die ein oder andere vergebene Torchance mussten wir mit einem 5 Tore Rückstand in die Halbzeit gehen. Wenn man dann aber sieht wie meine Mädels gekämpft haben und sich zurück gefightet haben, dann wäre einfach mehr möglich gewesen. Wenn das Spiel noch 5 min länger geht hätten wir die beiden Punkte sicher geholt. Aber alles wenn und Aber nützt nichts. Ich bin unfassbar Stolz auf meine Mannschaft, wenn man überlegt gegen wen wir da gespielt haben und wieviel Landes- und Oberligaerfahrung da auf der Platte stand war das ein riesen Kampf! Nochmals vielen Dank an das fantastische Heimpublikum für die geile Atmosphäre!!!! Ihr wart der Hammer!

Herzlichen Glückwunsch an die HSG Hanau zum Sieg und ein großes Lob an den Unparteiischen Stewen der als Einzelschiedsrichter eine tolle Spielleitung übernommen hat. Warum man allerdings zu so einem Spiel kein Gespann schickt das wird wohl keiner jemals verstehen!?

Werbung für den Frauenhandball war das Spiel mit Sicherheit!

Jetzt heißt es die Köpfe wieder hoch zu nehmen und die Woche gut zu trainieren um am Sonntag um 17:00 Uhr in Grossauheim gegen die SG Dietesheim / Mühlheim wieder zu punkten!

 

Es spielten:

Im Tor: Christine Wostruha und Jessica Kukla

Im Feld: Jessica Friese; Jacqueline Suske (2/2); Christine Ullrich; Mara Lindner; Janina Rupp (2); Katrin Müller; Celine Born (9/5); Melanie Jäger (n.e.); Kerstin Rahmel-Wurst (5); Andrea Achtert (2); Laura Kriegel (1)  

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